18 Reisebusse, eine Woche voller Geschichte und Kultur und ein Gottesdienst im Petersdom: Das Gymnasium Schloß Neuhaus war in den Herbstferien mit einer außergewöhnlich großen Gruppe in Rom unterwegs.

Wo sonst eine Schule mit einem Reisebus oder vielleicht zwei unterwegs ist, rollten diesmal gleich 18 Busse in Richtung Süden: Knapp 1000 Schülerinnen und Schüler, Eltern, Freunde, Ehemalige und Lehrkräfte des Gymnasiums Schloß Neuhaus machten sich in der ersten Woche der Herbstferien auf den Weg nach Rom. Eine Woche lang standen Geschichte, Kultur, italienisches Lebensgefühl und gemeinsame Erlebnisse auf dem Programm.

Nach rund 1500 Kilometern Fahrt erreichten die Teilnehmer ihre Unterkunft vor den Toren der italienischen Hauptstadt. Von dort aus ging es an den folgenden Tagen in die Stadt und zu zahlreichen Zielen in der näheren und weiteren Umgebung.

Natürlich durfte das antike Rom nicht fehlen. Kolosseum, Forum Romanum und Pantheon vermittelten einen Eindruck von der Geschichte der Stadt, während Trastevere, der Trevi-Brunnen und die Straßen und Plätze der Innenstadt das moderne und zugleich traditionsreiche Rom erlebbar machten. Auch der Vatikan gehörte zu den festen Programmpunkten. Darüber hinaus führten Ausflüge nach Pompeji, Monte Cassino und Ostia.

Ein Höhepunkt der Reise stand am Mittwoch auf dem Programm: die Papstaudienz von Papst Leo XIV. auf dem Petersplatz. Gemeinsam mit mehr als 20.000 Gläubigen aus unterschiedlichen Ländern erlebten die Neuhäuser die besondere Atmosphäre rund um den Petersdom. Für viele Teilnehmer war die Begegnung mit der Weltkirche ein Erlebnis, das weit über einen klassischen Rom-Besuch hinausging.

Den Abschluss der Reise bildete am letzten Tag nach einem Besuch der antiken Katakomben ein Wortgottesdienst im Petersdom. Geleitet wurde er vom Paderborner Weihbischof Matthias König, welcher zufällig zur gleichen Zeit mit einer Wallfahrtsgruppe des Erzbistums vor Ort war. Unter dem Leitwort „Quo vadis? – Wohin gehst du? Gemeinsam unterwegs – Gott geht mit“ griff er als ehemaliger Neuhäuser Pfarrer in seiner Predigt die Frage nach dem eigenen Weg und nach den Menschen auf, die einen dabei begleiten und gemeinsam mit Gott zur Seite stehen.

Dass eine Reise mit fast 1000 Menschen nicht nur organisatorisch eine Herausforderung, sondern vor allem auch eine besondere Erfahrung ist, zeigte sich immer wieder im Verlauf der Woche. Schülerinnen und Schüler verschiedener Altersstufen, Eltern und Lehrkräfte waren gemeinsam unterwegs, trafen sich bei Ausflügen und Sehenswürdigkeiten und erlebten Rom aus ganz unterschiedlichen Perspektiven. Besonders die gemeinsamen Abende boten Gelegenheit, die Eindrücke des Tages miteinander zu teilen. Dabei kam auch das Feiern nicht zu kurz. So wurde beim Abschlussabend noch bis in die Nacht geredet, gelacht und getanzt.

Für Schulleiterin Eva Sprenger war die Fahrt ein besonderes Ereignis im Schuljahr. „GSN goes Rom“ brachte eine außergewöhnlich große Gruppe aus Schloß Neuhaus zusammen und verband Bildungsreise, kulturelle Erlebnisse und Begegnungen auf besondere Weise.

Nach einer Woche mit antiker Geschichte, italienischem Alltag, vatikanischen Eindrücken und vielen gemeinsamen Erlebnissen ging es schließlich wieder Richtung Heimat. Im Gepäck: zahlreiche Fotos, neue Eindrücke – und vermutlich die eine oder andere Geschichte, die weit über die Schulzeit hinaus noch in Erinnerung bleiben wird.

Fotos: DK

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