Die Religion der Germanen

Germanische Priesterinnen beim Menschenopfer
Zeichnung aus P.M. History, Heft 5/99
Die drei wichtigsten Götter der Germanen:
Wodan, das Oberhaupt der Germanengötter, hat eines seiner Augen geopfert um aus der Quelle der Weisheit trinken zu können, was ihn zum weisesten aller Götter macht. Die beiden Raben Hugin und Mudin kommen zu ihm um ständig über das Neueste in der Welt zu berichten. Er reitet auf seinem achtbeinigen Schimmel Sleipiur, auf welchem er oft in Zeichnungen dargestellt wird. Wenn er unterwegs in der Welt der Sterblichen ist, wird er von den Wölfen Geri und Frelki begleitet, welch ihm treu zur Seite stehen. Außerdem folgt ihm immer seine "Armee der Toten" (ein Heer aus gefallenen Germanen).
Wodan wurden u.a. auch Menschenopfer dargebracht.
Thor, der Gott des Donners, löst Gewitter aus und vertreibt auf diese Weise alljährlich den Winter aus Germanien. Als mächtige und gefährliche Waffe dienen ihm Blitze, welche er um sich schleudert.
Ziu, der Gott des Krieges, war der ursprüngliche Herrscher der Götterwelt. Er wurde allerdings von Wodan von seinem Platz verdrängt. Ebenso wie Thor verlangte er Tieropfer.
Auch heute spielen die germanischen Götter noch eine Rolle in unserem Leben, denn unsere Wochentage sind auf germanische Götter zurückzuführen So kommt z.B. Donnerstag vom germanischen Gott Donar = Thor, vgl. thursday. Wednesday erinnert an Wodan, friday / Freitag an Freia.
Auch das Glücksschwein stammt ursprünglich aus der germanischen Eberverehrung. Es wurden Tiere, darunter auch der Eber, in den Stand von Göttern erhoben.
Aufgrund
ihrer gespenstischen Wirkung
wurden Moore und heiße Quellen als heilige Orte verehrt.
Quelle: Reichardt, Hans, Die Germanen (Was ist was Bd. 62), Nürnberg 1978, S. 28-30