Was wurde in Kalkriese gefunden?

Eine ehemals mit Silberblech überzogene Reitermaske
Als erstes fand der Engländer Tony Clunn im Juli 1987 eine kleine Münze, einen römischen Denar, der auf der einen Seite ein adlerhaftes Gesicht von Augustus und auf der anderen Seite zwei Figuren mit gekreuzten Speeren zeigt. In ca. 10 Jahren Grabung wurden insgesamt 701 Münzen, 450 andere, bestimmbare Dinge und 200 Altfunde, bis auf eine Ausnahme alles Münzen, ausgegraben.

Münzfund aus Kalkriese
Fast alle "Nicht-Münzfunde" sind Metallobjekte, z.B. Schutz- und Angriffswaffen und Zubehör der römischen Militärtracht.Die Bleigeschosse, Wurfspeere und Lanzenschuhe, die gefunden wurden, belegen, dass die Römer Angriffswaffen in ihrem Lager besaßen. Als Hinweis auf die Reiterei fand man die Querstange einer Hebelstangentrense und bronzene Riemenlaschen und -beschläge.Dabei war die ehemals mit Silberblech überzogene Maske eines Gesichtshelms einer der bekanntesten Funde. Sie gehörte vermutlich einem gallischen Reiter im Dienst der Römer. Eiserne Trensen und Ketten, Jochbeschläge aus Bronze und ein Deichselkappenanhänger weisen auf einen Tross aus Maultieren hin.
Quellen: Schlüter,WolfgangFansa, Mamoun (Hrsg.) Varusschlacht und Germanenmythos ( Archäologische Mitteilungen aus Nordwestdeutschland, Beiheft 9) Oldenburg 1994
Clunn, Tony Auf der Suche nach den verlorenen Legionen, Bramsche 1998
Münzbild: http://www.geschichte.uni-osnabrueck.de/projekt/start.html