Wie lebt die Jugend in Germanien?

Über das Leben der Jugendlichen schreibt Caesar im sechsten Buch des  Bellum Gallicum, Kap. 21-23, sinngemäß:

Von klein an beschäftigen sich die jungen Germanen mit der Jagd und dem Krieg.        Die Kinder wachsen nackt oder nur leicht mit Fellen bekleidet auf. Diejenigen die möglichst lange keine Schamhaare bekommen, tragen das meiste Lob, denn ihrer Meinung nach werden dadurch das Wachstum, die Kraft und die Sehnen gefördert, wobei dies nicht verborgen werden kann, da gemeinsam in Flüssen gebadet wird. Es gilt als Schande, vor dem 20. Lebensjahr mit einer Frau verkehrt zu haben.

  

Die Germanen schätzen die Familie sehr; für einen Onkel sind seine Neffen wie Kinder.

Normalerweise erben die Kinder das Vermögen ihrer Eltern. Wenn es in einer Familie keine Kinder gibt, erben die Verwandten. Kinderlosigkeit bringt keinen Vorteil mit sich. Bei einer großen Verwandtschaft wird den Menschen im Alter mehr Ehre zuteil.

Quelle: C. I. Caesar, Der Gallische Krieg, übersetzt und herausgegeben von M. Deissmann, Stuttgart 1980, S. 168-169)

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