Das Hermannsdenkmal
"Über den Rhein hast du einst
Roms Legionen getrieben", so heißt es im Grundsteingewölbe
des Hermannsdenkmals im Teutoburger Wald.
Das
Hermannsdenkmal
Ernst von Bandel
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Das Denkmal wurde vom Architekten Ernst von Bandel (1800-1876) geplant. Von Bandel erlebte als Kind die Zeit der napoleonischen Besatzung und der sog. Befreiungskriege. Er erklärte die Errichtung des Hermannsdenkmals schon im jugendlichen Alter für seine Lebensaufgabe. Im Jahre 1838 begannen die Bauarbeiten, welche aber nur schleppend vorankamen, weil das Geld fehlte. Von Bandel erhielt weniger Spenden als er erwartet hatte. Dadurch ruhte die Bautätigkeit jahrelang. 1863 schrieb von Bandel alle Schüler der Mittelschulklassen an und bat darum, Geld für die "nationale Tat", wie von Bandel das Bauwerk nannte, zu sammeln. 1869 fehlten immer noch 30.000 Taler, mehr als ein Drittel der Gesamtbausumme. Daraufhin spendete Wilhelm I. mehrere tausend Taler. Später spendete er noch insgesamt 19.000 Taler. Das Schwert wurde von der Firma Krupp gespendet. Die Inschrift lautet:
Deutsche Einigkeit meine Stärke, meine Stärke Deutschlands Macht
1875 wurde das Denkmal im Beisein Kaiser Karls feierlich eingeweiht. Im Grundsteingewölbe sind zwei Flaschen mit Rheinwasser bzw. Rheinwein eingemauert. Sie enthalten die Inschrift:
An Arminius
Über den Rhein hast du einst Roms Legionen getrieben, und Germanien dankt dir, dass es heute noch ist. Schwinge ferner dein Schwert, wenn Frankreichs plündernde Horden gierig lechzend des Rheins heimische Gauen bedrohn.
Heute sind die Wissenschaftler davon überzeugt, das die Varusschlacht nicht bei Detmold, sondern in Kalkriese stattgefunden hat.
Quellen:
Bild
(Hermannsdenkmal) und Text nach:
Rückspiegel
Geschichte Band 3, Verlag Ferdinand Schönigh, Paderborn, 1996; S. 261
Bild
(Ernst von Bandel):
http://www.hermannsdenkmal.de/bandel.htm