Welche Aufgaben hatten Frauen in Germanien?


So flochten die Sueben die für ihren Stamm typische Haartracht.
P.C. Tacitus, Germania, Teil 1: Text, bearbeitet von M.-W. Schulz, Stuttgart 1993, S.49

Die germanischen Frauen verbrachten ihre Zeit während der Kämpfe bei der Wagenburg und verarzteten ihre Männer und Söhne.
Wenn ihre Männer verloren hatten, griffen sie selber zum Schwert, um sich und ihre Kinder auf grausamste Weise umzubringen.

Die Römer verlangten teilweise von den Germanen, dass sie ihre Frauen als Geiseln zur Verfügung stellten und hergaben, obwohl für die Germanen ihre Frauen das teuerste und wertvollste Besitztum war und sie sich deshalb sehr schwer taten, die Forderungen der Römer zu erfüllen.

Es gab bei den Germanen auch noch eine besonders angesehene Sorte Frauen, nämlich die Seherinnen.
Diese hatten eine Art priesterliche Funktion und achteten sehr stark auf ihr Äußeres. Obwohl sie keinen besonders hohen Rang in ihrem Stamm hatten, galten sie als heilige und seherische Wesen. Namentlich bekannt ist Velleda, die durch eine eintreffende Vorhersage zu großem Ruhm gelangte.

Außerdem gibt es noch  eine namentlich bekannte Frau: Thusnelda, die Gattin des Arminius.

Quellen:

P. C. Tacitus, Germania, Teil 2: Arbeitskommentar und Zweittexte, bearbeitet von M.-W. Schulz, Stuttgart 1995, S. 33-35

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