Nebraska - Das Ende der Welt?!
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Durch die Schule und von Bekannten und Freunden hat man immer wieder gehört, dass ein Auslandsaufenthalt einem unvergleichbare Erfahrungen bringen würde. Nach vielen Informationsveranstaltungen verschiedener Organisationen fasste ich dann den Entschluss, für 10 Monate in die USA zu gehen. Obwohl ich mich schon recht früh beworben hatte, wartete ich sehr lange auf mein zukünftiges (neues) Zuhause. Dann allerdings entwickelte sich das Ganze zu einem Nervenspiel. Meine Organisation hatte zweimal meinen Abflug in unterschiedliche Bundesstaaten verschoben, und schließlich saß ich erst Anfang September im Flieger nach Nebraska, was ich erst drei Tage vorher erfahren hatte. Ich sollte die erste Zeit bei einer "Willkommensfamilie" wohnen, da sich noch keine Gastfamilie für mich gemeldet hatte. Etwas entmutigend war auch, dass Nebraska ein sehr ländlicher Bundesstaat ist, wo etwa 2 Millionen Menschen zwei Drittel der Fläche Deutschlands bewohnen. Dementsprechend hatte die Schule auch nur knapp 200 Schüler, vom Kindergarten bis zur 12. Klasse. Allerdings war das alles ein nicht lange haltbares Vorurteil, das sich hinterher auch als falsch herausstellte.
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Denn: Die Menschen sind in Nebraska absolut freundlich und sind immer auf mich zugegangen. Zudem ist auch eine kleine Schule nicht unbedingt negativ. Jeder kennt dort jeden, und ich als "Neuer" stand am Anfang im Mittelpunkt des (weiblichen) Interesses und habe mich zunächst ganz schön schwer mit den ungewohnten Namen angestellt. |
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Während des Fluges war die Anspannung natürlich groß, dennoch hat alles gut geklappt. Meine Kontaktperson hat mich schließlich zu meiner temporären Familie gebracht, wo ich sofort sehr gut aufgenommen wurde. |
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Die nächste Überraschung erreichte mich etwa eine Woche nach meiner Ankunft. Ich durfte zu meiner endgültigen Gastfamilie umziehen, die direkt im Ort der Schule gewohnt hat. Meine Gastmutter (23) und mein Gastvater (27) waren sehr nett zu mir und haben mich gleich in ihre Familie aufgenommen. Auch die Eifersucht meines kleinen Gastbruders, der drei Jahre alt war, legte sich bald, denn er akzeptierte mich schnell als großen Bruder. Da meine Familie sehr jung war, war unser Verhältnis sehr freundschaftlich. Ich konnte mit ihnen über alle Probleme, die immer mal wieder auftraten, gut reden, und sie waren immer sehr hilfsbereit zu mir. |
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Fotos, Text und Gestaltung: David Wulf |
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