California….here we come!

Hallo, ich heiße Stephanie Weimann, bin jetzt in der Jahrgangsstufe 12 und habe mein letztes Jahr in Kalifornien verbracht. Wow…Kalifornien ....das dachte ich auch, bis mir dann meine Gurantee Form (Zielort) zugeschickt wurde. Ort: Sebastopol, California. Sebastopol, where the hell is that!? > ein kleines verschlafendes Örtchen, eine Stunde von San Francisco entfernt, das ich echt zu lieben gelernt habe! 

Sebastopol hat 8.000 Einwohner und na ja, jetzt könnt ihr euch sicher auch schon vorstellen, was da abgegangen ist…nämlich so gut wie gar nichts. Wenn dann mal was angesagt war (mal abgesehen vom täglichen Abhängen und nix tun…was die Amis eigentlich ganz gut können), haben sich natürlich alle draufgestürzt. Dementsprechend kamen dann zu den ganzen Schulbällen z.B. die Seniors (12. Klässler) immer themenorientiert verkleidet.…war schon ganz lustig, wenn ein Cowboy neben Tinkerbell und Mickey Mouse getanzt hat (und das natürlich wieder auf eine total verrückte Weise)…also eigentlich‚ total der crazy place’, wie man es sich in Deutschland gar nicht vorstellen kann!


Die Kalifornier sind in solchen Dingen einfach locker und es interessiert sie nicht, was andere denken. Das erkennt man auch daran, dass der eine Schüler total verpennt mit Schlafanzug (kein Scherz!) und eine andere super aufgestylt mit High heels zur Schule kommt.
Schule!? Da fällt mir nur ein…`go Tigers…go Tigers`… jaja good old Analy High School! Mit dem genialsten Schulspirit (Geist / Gemeinschaft) überhaupt! Das ist eigentlich das Beste an den High Schools…nicht nur, dass alle Schüler sehr individuelle Persönlichkeiten sind, sondern auch, dass die ganze Schule trotz aller Unterschiede immer zusammenhält und sich gegenseitig anfeuert (wie zum Beispiel bei Baseball-, Basketball- oder Footballspielen) und dadurch eine richtige Schulgemeinschaft entsteht.
 


So…dann mal zu meinen lieben Gastfamilien. Familien: Dazu sollte ich wohl sagen, dass ich mit Rotary im Ausland war. Im Rotary Programm ist vorgesehen, in drei verschiedenen Familien zu leben, um einfach einen noch besseren Einblick in die Kultur zu bekommen! Die meisten von euch werden es jetzt wahrscheinlich nicht verstehen, wie man freiwillig die Familie wechseln kann. Auch ich hatte erst Angst davor, aber letztendlich hat es sich als das beste Austauschprogramm von allen möglichen herausgestellt, da man echt mit jeder Familie neue gute Erfahrungen macht. Es ist zwar immer wieder schwer, die schon ins Herz geschlossene Familie zu verlassen und zu irgendwem Fremdem zu ziehen, aber letztendlich war es alles immer wieder nur positiv!

 

Und ja, dann hatte ich ja auch noch das Glück, direkt in der Nähe von San Francisco zu wohnen =))). Jeder kennt San Francisco….und doch ist SF mit  750.000 Einwohnern eigentlich eine relative kleine Stadt! Aber genau das ist das Schöne an ihr….mit der Golden Gate Bridge, den Cable Cars, China Town, Alcatraz und Fishermen’s Warft hat SF noch den alten gemütlichen Flair, im Gegensatz zu Los Angeles zum Beispiel, das meiner Meinung nach einfach nur groß und langweilig ist. 


Die Entscheidung, ins Ausland gegangen zu sein, habe ich noch keine Sekunde lang bereut, und ich bin mir mittlerweile sicher, dass es die beste Entscheidung war, die ich für die 11. Klasse treffen konnte.

Text: Stefanie Weimann
Gestaltung: Sabrina Heppner
Schlussredaktion: Eva Nicolin-Sroka



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