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| In Kurzvorträgen und praktischen Übungen am Rechner lernten wir alte
und neue Verfahren zum Ver- und Entschlüsseln geheimer Nachrichten kennen.
Genügte es zu Caesars Zeiten noch, jeden Buchstaben eines Textes durch den
drittnächsten im Alphabet zu ersetzen, so macht der Computer heute
wesentlich kompliziertere Verfahren möglich und nötig. Dabei
werden Methoden aus dem Überlappungsbereich von Informatik und Mathematik
angewandt.
Eine der modernen krptographischen Methoden, das RSA-Verfahren, konnten wir selbst am Computer durchführen, indem wir verschlüsselte Botschaften an andere Rechner sandten oder an "Miss Moneypenny", eine virtuelle Person, die uns dann mitteilte, wie gut oder schlecht die von uns verwendeten Schlüssel waren. Sechs Stunden, unterbrochen von einer Mittagspause, waren schnell herum, hinterließen aber einen interessanten Eindruck von einem modernen Forschungsgebiet, das uns alle in vielen Lebensbereichen betrifft und für einige vielleicht ein zukunftsträchtiger Studien- und Berufsbereich werden kann. |
Text: Gerhard Taake |