Deutsche JuniorAkademien

JuniorAkademie Nordrhein-Westfalen 2011

Jülich? Haus Overbach? Wenn selbst das Navi diese Begriffe nicht kennt, fängt die Juniorakademie schon sehr vielversprechend an. Tatsächlich fand die Juniorakademie 2011 in Jülich im Internat Haus Overbach statt, in unmittelbarer Nähe zum großartig ausgestatteten Science College.

Gruppenfoto

Urkundenübergabe am Ende der Schülerakademie

Schon bevor die Juniorakademie am 17. August begann, verständigten wir uns über das Forum und machten uns miteinander bekannt. Es wurde auch schon abgemacht, wer sich mit wem ein Zimmer teilt.

Am 17. August sind erst einmal alle nacheinander angekommen und haben von der Leiterin, Carmen Zimmermann, ihre Zimmer zugewiesen bekommen. Die Jungen bekamen Zimmer im Internat, die Mädchen im sogenannten "Schloss", das zum Kloster gehörte. Die Kursleiter und ein paar weitere Mädchen wurden im zum Science College gehörigen Gästehaus untergebracht, sehr zum Neid der anderen, da die Räume dort viel besser ausgestattet waren.

Nach den einführenden Vorträgen und nachdem die Eltern abgereist waren, trafen sich die Teilnehmer mit ihren Kursleitern in den Kursen und veranstalteten Kennenlernspiele, bis es um 18 Uhr Abendessen gab. Danach fanden die ersten kursübergreifenden Angebote, kurz KüAs, statt. Diese KüAs konnten sowohl von Kursleitern als auch von Teilnehmern angeboten werden und fanden mittags von 14 Uhr bis 15.30 Uhr und abends von 19.30 bis 21 Uhr und von 21 bis 22.30 Uhr statt. Danach war Bettruhe.

Am zweiten Tag haben wir dann begonnen, in unseren jeweiligen Kursen, Kryptologie, Mechatronik und Astronomie, zu arbeiten. Bei uns im Mechatronikkurs war die Simmung die ganze Zeit über locker und freundlich, was wir auch unseren Kursleitern zu verdanken haben. Zuerst haben wir mit den Lego Mindstorms NXT gearbeitet, um erste Grundlagen der Mechatronik zu erlernen. Danach sind wir zu den schwierigeren FESTO Didactic Systemen übergegangen, die auch mit Pneumatik funktionierten. Im Anschluss daran haben wir Entwicklungsprojekte durchgeführt, in denen wir mit unseren Kentnissen und den uns zur Verfügung stehenden Materialien selbst etwas entwickeln durften. Zustande kamen dabei eine Alarmanlage, eine Konfettimaschine, eine Müllrecyclinganlage und eine Rasselmaschine. Zum Schluss haben wir schließlich noch mit dem NAO, einem humanoiden Roboter, gearbeitet un ihm beigebracht, zu sprechen, zu gehen, sich hinzusetzen und Macarena zu tanzen.

Zwischendurch gab es den Tag der Rotation, an dem wir uns ansehen konnten, was die anderen Kurse gemacht haben. Wir haben in unserer Präsentation die Grundlagen der Mechatronik erklärt un zwei unserer Entwicklungsprojekte, die Alarmanlage und die Rasselmaschine, vorgeführt.

Außerdem gab es noch einen Grillabend und eine Disco. Die Disco war geplant, von 19.30 bis 23 Uhr zu gehen, wurde aber aufgrund der schon fast euphorischen Stimmung der Teilnehmer bis ein Uhr verlänger.

Schließlich, am 27. August, war der letzte Tag der Juniorakademie. Sowohl Eltern als auch Geschwister und Freunde waren eingeladen worden, herzukommen und sich anzusehen, was wir in den zehn Tagen geschafft haben. Um 15 Uhr begann die Feier mit dem selbstentwickelten Theaterstück. Im Anschluss daran wurden viele Reden gehalten, bis endlich die Kurspräsentationen an der Reihe waren. Wir aus Mechatronik präsentierten zuerst. Wir hatten unsere Präsentation in Form einer Talkshow aufgezogen, während der Videos von den Entwicklungsprojekten und unserer Arbeit mit dem NAO gezeigt wurden. Nach jeder Präsentation trug der Chor ein Stück vor. Danach gab es noch weitere Reden, dieses Mal gehalten von den Kursleitern und auch zwei Teilnehmern. Anschließend hatten Verwandte und Freunde die Möglichkeit, sich in den Kursräumen die Arbeit der Teilnehmer noch einmal genauer anzusehen. Als wir uns schließlich voneinander verabschiedeten, weinten viele; nach diesen zehn Tagen wollte man gar nicht mehr nach Hause, sondern mit den neugefundenen Freunden in Jülich bleiben, Roboter programmieren, Nachrichten entschlüsseln und Sternbilder entdecken.

Insgesamt war es eine wunderschöne Zeit, sodass ich sehr froh bin, dagewesen sein zu dürfen.

Miriam Löcke, Jgst. 10

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