Besuch des deutschen Soldatenfriedhofs bei Ysselsteyn

Geschichte hautnah vom 15.07. bis zum 17.07.

Zum neunten Mal fuhren in diesem Jahr Schülerinnen und Schüler des GSN zum deutschen Soldatenfriedhof bei Ysselsteyn in den Niederlanden. Neben den langjährigen Begleitern Frau Conredel und Herr Möller begleitete in diesem Jahr auch Herr Neubeck die Fahrt.

Nach der Ankunft gab es noch vor dem Beziehen der Zimmer eine Führung über den Friedhof. Anschließend putzten alle, mit einem Handfeger und Putzmittel bewaffnet, reihenweise die Grabkreuze. Nach etwa zweistündiger körperlicher Ertüchtigung waren 2700 Kreuze gesäubert und die Arbeit für diesen Tag getan.
Nach einer kurzen Pause kamen alle zusammen und spielten ganz nach Interesse Fußball, Tischtennis oder Volleyball. Nach einem stärkenden Abendessen wurde auch der restliche Abend gemeinsam verbracht.

Am nächsten Morgen stand der Besuch eines Zeitzeugen aus dem zweite Weltkrieg auf dem Plan. In diesem Jahr war es Herr De Winter, der zu Beginn des zweiten Weltkrieges in Rotterdam in der Nähe der Maas lebte. Er berichtete anschaulich vom Einmarsch der Deutschen in Rotterdam, seiner Tätigkeit im Widerstand, seiner Zeit im Konzentrationslager und seiner Flucht. Außerdem schilderte er, wie er sich nach seiner Flucht den Alliierten anschloss und bis zum Kriegsende gegen die Deutschen kämpfte.
Da in diesem Jahr viele der Schülerinnen und Schüler bereits zum zweiten Mal mitfuhren, wurde die Gruppe nach dem Mittagessen geteilt. Diejenigen, die zum ersten Mal dabei waren, beschäftigen sich unter der Aufsicht von drei erfahrenen Schülern mit dem Schicksal von Personen, die auf diesem Friedhof begraben liegen. Für den andere Teil der Gruppe hatte sich das Lehrerteam eine Teamchallenge überlegt, bei der sich jeweils 4er Teams geistigen und körperlichen Herausforderungen stellten.
Trotz des Regens setzen alle die am vorherigen Nachmittag begonnenen Sportspiele fort. Allerdings fiel aufgrund dieses Regens der traditionelle Besuch der Ortschaft Ysselsteyn aus. So wurde der Abend wie der vorhergehende bei den Häusern verbracht.

Nach dem Frühstück hieß es am nächsten Tag "Sachen packen" und Häuser säubern. Der Evaluation des Aufenthaltes und dem Gruppenfoto brachen wir zur Rückfahrt. Statt wie im letzen Jahr einen Zwischenstopp an der Mahn- und Gedenkstätte in Dortmund zu machen, wurde diesmal die alte Synagoge in Essen besucht. Hier bekam die Gruppe in einer Führung Einblick in das Leben der jüdischen Gemeinde in Essen, die fast vollständig dem Nazi-Regime zum Opfer fiel.
Nach der Führung ging es auf direktem Weg nach Paderborn, wo alle um 17.30 Uhr müde, aber um viele lehrreiche und wertvolle Erfahrungen reicher, eintrafen.

 

Einige Eindrücke

 
 

Weitere Eindrücke

   
Text und Gestaltung: Sebastian Brauner zurück
Bilder: Niels Siemensmeyer & Sebastian Brauner