Theater-AG am GSN

Das Streichquartett von Szöke Szakálls

Seit Jahrzehnten zählt die Komödie "Das Streichquartett" des Ungarn Szöke Szakall zu den Attraktionen in den Repertoires deutscher Bühnen. Dieser Evergreen der Sechziger Jahre wurde nun zum dritten Mal in der nunmehr über 30-jährigen Geschichte der Theater-Gruppe am GSN ins Programm genommen. Neue Regieeinfälle und bewährte Situations- und Wortkomik verfehlten ihre Wirkung beim zunächst angespannten Publikum nicht. Wird Direktor Schwarz den Großauftrag von Dr. Sommer bekommen? Dies erscheint aber nur gesichert, wenn das betriebseigene Streichquartett im Rahmen eines gesellschaftlichen Abends aufspielt. Allzu schnell stellt sich allerdings heraus, dass die geladenen Violinen, die hinzu gebetene Bratsche sowie das einbestellte Cello keine wirklichen Virtuosen ihres Faches sind und als Streichquartett überhaupt nicht taugen. Wie sich aber aus der Affäre ziehen? Da müssen schon einige Notlügen, Ausreden, Beschwichtigungen, gutes Zureden und glückliche Umstände her, um den Abend und den geschäftlichen Erfolg zu retten. Frau und Herr Schwarz sowie ihre Tochter können sich noch so sehr echauffieren; letztlich rettet das Hausmädchen Tini zusammen mit Herrn Schwarz mit der Inszenierung eines Stromausfalls die Situation. Während der Dunkelheit auf der Bühne schleicht sich Herr Sommer zu einem kleinen Nickerchen in den Nebenraum, während auf der Bühne wunderliche Dinge passieren: Das vermeintliche Streichquartett mausert sich zu einem großen Orchester, das für seine Wagner-Interpretation (natürlich von CD!) nicht nur den Beifall des zum Teil skurrilen Publikums erhält, sondern auch die Zuschauer in derAularaum zu viel Beifall hinreißt.

Zahlreiche "Vorhänge" für eine sehenswerte Aufführung und ein geordnetes Applausbild belohnten das neue Ensemble, das unter der Regie von Johannes Dachner und unter der Regieassistenz von Mareike Burgdorf - für das ansprechende Bühnenbild zeichnete Simone Stich verantwortlich - mit viel Engagement und Arbeit ein beachtliches Niveau auf die Bretter der GSN-Aula brachte.

Impressionen des Abends

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